Mit Table Tops zu neuer Stabilität
Abgenutzte Zähne können den Biss verändern, die Kaufunktion beeinträchtigen und auf Dauer zu Beschwerden im Kiefergelenk oder in der angrenzenden Muskulatur führen. Häufig entstehen solche Veränderungen durch Knirschen, Pressen oder eine Fehlbelastung der Zähne. Wenn wichtige Kau- und Funktionsflächen verloren gegangen sind, reicht eine einfache Füllung oft nicht mehr aus. Mit sogenannten Table Tops lassen sich abgenutzte Zahnflächen jedoch schonend wieder aufbauen. Dabei geht es nicht nur darum, die sichtbare Zahnform zu ergänzen, sondern auch darum, dem Biss wieder mehr Stabilität zu geben. Wann diese Versorgung sinnvoll ist und warum die genaue Planung dabei so wichtig ist, erklären wir in diesem Beitrag.
Wann spricht man von abgenutzten Zähnen?
Wenn Zahnhartsubstanz im Bereich der Kauflächen, Schneidekanten oder Zahnhöcker sicht- und spürbar verloren gegangen ist, spricht man von abgenutzten Zähnen. Sie wirken dann häufig flacher, kürzer oder kantiger als früher. Betroffene bemerken häufig, dass die Zähne empfindlicher werden, sich der Biss verändert oder vorhandene Füllungen und Versorgungen stärker belastet sind.
Ein gewisser Abrieb entsteht im Laufe des Lebens ganz natürlich. Problematisch wird es, wenn die Zähne sichtbar an Höhe verlieren, Kauflächen flacher werden oder wichtige Kontaktpunkte zwischen Ober- und Unterkiefer nicht mehr zuverlässig ineinandergreifen. Dann kann sich die gesamte Bisssituation verändern.
Häufig kommen mehrere Ursachen zusammen. Dazu gehören vor allem:
- Zähneknirschen oder Pressen
Beim Zähneknirschen reiben Ober- und Unterkiefer mit hoher Kraft aneinander. Dadurch können sich Kauflächen, Zahnhöcker und Schneidekanten nach und nach abschleifen. Beim Pressen entsteht zwar weniger Reibung, dafür aber ein starker Dauerdruck auf Zähne, Muskulatur und Kiefergelenke. Beides geschieht häufig nachts. - Fehlbelastungen durch eine ungünstige Bisslage
Wenn Ober- und Unterkiefer nicht harmonisch aufeinandertreffen, verteilt sich der Kaudruck nicht gleichmäßig. Einzelne Zähne oder Zahngruppen müssen dann mehr Kraft aufnehmen als vorgesehen und nutzen sich stärker ab. - Ungleichmäßige Zahnkontakte
Schon kleine Störkontakte können dazu führen, dass bestimmte Zähne beim Kauen oder Zusammenbeißen zuerst oder besonders stark belastet werden. Das kann Abrieb fördern und die Muskulatur zusätzlich beanspruchen. - Säurebedingte Zahnschäden
Bei einer Erosion löst Säure Mineralien aus dem Zahnschmelz. Die Oberfläche wird dadurch dünner, glatter und weniger belastbar. Typische Ursachen sind häufiger Kontakt mit säurehaltigen Getränken, Fruchtsäuren oder Magensäure bei Reflux. Besonders kritisch wird es, wenn die aufgeweichte Zahnoberfläche zusätzlich durch Knirschen, Pressen oder eine ungünstige Bisslage belastet wird. Dann kann Zahnhartsubstanz schneller verloren gehen. - Ältere Füllungen, frühere Zahnverluste oder veränderte Kauverhältnisse
Wenn einzelne Zähne fehlen, stark abgenutzte Füllungen vorhanden sind oder frühere Versorgungen nicht mehr exakt zur aktuellen Bisssituation passen, kann sich die Belastung im Gebiss verschieben. Manche Zähne bekommen dann mehr Druck ab als andere. Auf Dauer können dadurch Kauflächen, Höcker oder Schneidekanten stärker abnutzen.
Darum ist es wichtig, abgenutzte Zähne aufzubauen
Der Verlust von Zahnhartsubstanz betrifft nicht nur das Aussehen der Zähne. Wenn Kauflächen, Zahnhöcker oder Schneidekanten flacher werden, kann sich auch die Funktion des gesamten Gebisses verändern. Die Zähne treffen dann möglicherweise nicht mehr so aufeinander, wie es für einen stabilen Biss notwendig ist. Dadurch können einzelne Bereiche stärker belastet werden, während andere kaum noch richtig mitarbeiten. Bleibt der Substanzverlust unbehandelt, kann sich die Abnutzung weiter verstärken.
Gleichzeitig können Beschwerden entstehen, die Betroffene zunächst nicht unbedingt mit den Zähnen in Verbindung bringen. Dazu gehören z. B. Verspannungen in der Kaumuskulatur, Kiefergelenksbeschwerden, empfindliche Zähne oder Probleme beim Kauen. In manchen Fällen steht auch eine craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD, im Zusammenhang mit der veränderten Bisssituation. Dabei ist das Zusammenspiel von Zähnen, Kaumuskulatur und Kiefergelenken nachhaltig gestört.
Der Aufbau abgenutzter Zähne kann helfen, verlorengegangene Funktionsflächen wiederherzustellen und die Bisssituation zu stabilisieren. Dabei geht es nicht darum, einzelne Zähne isoliert zu „reparieren“, sondern die Kauflächen so zu rekonstruieren, dass Ober- und Unterkiefer wieder besser zusammenspielen.
Abgenutzte Zähne aufbauen: Welche Möglichkeiten gibt es?
Je nach Ausmaß des Substanzverlusts und Ursache der Abnutzung kommen unterschiedliche Behandlungen infrage. Wichtig ist, nicht nur die Zahnform wiederherzustellen, sondern auch die Bisssituation zu berücksichtigen.
Mögliche Lösungen sind beispielsweise:
- Kompositaufbauten
Sie eignen sich, wenn nur kleinere Bereiche der Zahnfläche fehlen. Dabei wird ein spezielles Füllungsmaterial direkt auf den Zahn aufgetragen und an die natürliche Zahnform angepasst. - Veneers oder palatinale Veneers
Sie kommen vor allem im Frontzahnbereich infrage, wenn Schneidekanten oder Führungsflächen betroffen sind. - Onlays oder Teilkronen
Sie können sinnvoll sein, wenn größere Defekte im Seitenzahnbereich bestehen und stabile Kauflächen rekonstruiert werden müssen. - Kronen
Sie werden eher bei stark geschädigten Zähnen eingesetzt, wenn eine umfassendere Versorgung notwendig ist. - Aufbissschiene
Sie dient häufig der Vorbehandlung bei Knirschen, Pressen oder funktionellen Beschwerden, baut die Zahnflächen jedoch nicht dauerhaft wieder auf.
Table Tops: Abgenutzte Zähne besonders zahnschonend aufbauen
In unserem zahnmedizinischen Versorgungszentrum in Düsseldorf bieten wir zusätzlichen zu den genannten Möglichkeiten auch sogenannte Table Tops an. Sie nehmen unter den verschiedenen Behandlungsmethoden eine besondere Rolle ein. Table Tops können verlorengegangene Kau- und Funktionsflächen wiederzustellen, ohne den Zahn vollständig zu überkronen. Dadurch lässt sich häufig mehr natürliche Zahnsubstanz erhalten als bei einer klassischen Krone.
Bei Table Tops handelt es sich um dünne, individuell angefertigte Keramikaufbauten, die wir fest auf die betroffenen Zahnflächen kleben. Sie ergänzen Zahnhöcker, Kauflächen und wichtige Kontaktpunkte so, dass Ober- und Unterkiefer wieder stabiler aufeinandertreffen können.
Welche Vorteile haben Table Tops?
Die Keramikaufbauten für die Zähne bieten vor allem dann Vorteile, wenn abgenutzte Zähne nicht nur optisch ergänzt, sondern funktionell stabilisiert werden sollen. Sie ermöglichen einen punktgenauen Aufbau verlorengegangener Kau- und Funktionsflächen und können die zuvor getestete Bisslage dauerhaft in eine feste Versorgung übertragen.
Die Vorteile des Verfahrens im Einzelnen:
- Zahnschonende Versorgung
Table Tops bedecken die betroffenen Zahnflächen. Im Vergleich zu klassischen Kronen muss häufig weniger gesunde Zahnsubstanz entfernt werden. - Feste Lösung im Mund
Anders als eine Aufbissschiene werden Table Tops dauerhaft auf die Zähne geklebt. Sie müssen nicht herausgenommen werden und stabilisieren die neue Bisssituation über die rekonstruierten Kauflächen. - Aufbau der Bisshöhe
Wenn Zähne deutlich an Höhe verloren haben, können Table Tops helfen, die Bisshöhe wiederherzustellen und Ober- und Unterkiefer besser aufeinander abzustimmen. - Personalisierte Rekonstruktion der Kauflächen
Die Keramikaufbauten werden individuell geplant und angefertigt. Dadurch lassen sich Zahnhöcker, Kontaktpunkte und Funktionsflächen passend zu Ihrer persönlichen Bisssituation gestalten. Da wir die Table Tops zudem auch farblich an Ihre natürlichen Zähne anpassen können, fügen sie sich auch aus optischer Sicht harmonisch in Ihr Gebiss ein. - Stabile vollkeramische Versorgung
Keramik ist belastbar, formstabil und gut für die dauerhafte Versorgung im Seitenzahnbereich geeignet, sofern Planung, Bisssituation und Pflege stimmen.
Warum vor Table Tops eine genaue Funktionsdiagnostik wichtig ist
Bevor wir Table Tops einsetzen, prüfen wir Ihre gesamte Bisssituation sehr genau. Dabei geht es darum, wie Ober- und Unterkiefer beim Zusammenbeißen und bei Kaubewegungen aufeinandertreffen. Diese Kontakte analysieren wir genau, bevor Table wir Table Tops planen.
Eine Funktionsdiagnostik hilft dabei, diese Zusammenhänge zu erkennen. Wir analysieren, welche Zahnkontakte bestehen, wo Fehlbelastungen auftreten und ob Beschwerden wie Knirschen, Pressen, Muskelverspannungen oder Kiefergelenksprobleme eine Rolle spielen. So können wir sich beurteilen, welche Bisslage für die spätere Versorgung stabil und sinnvoll ist.
Häufig erfolgt vor der definitiven Versorgung zunächst eine Schienentherapie. Damit lässt sich eine neue Bisslage einstellen und im Alltag testen. Sie kann helfen, die Muskulatur zu entlasten, Beschwerden zu reduzieren und zu prüfen, ob die geplante Bisshebung funktionell stabil ist. Wenn sich diese Bisslage bewährt, können Table Tops sie in eine feste vollkeramische Versorgung übertragen. Die zuvor über die Schiene getestete Position wird dann nicht mehr nur herausnehmbar getragen, sondern dauerhaft über die neuen Kauflächen stabilisiert. Eine Aufbissschiene ist in dieser Funktion anschließend häufig nicht mehr notwendig.
Abgenutzte Zähne mit Table Tops aufbauen: Ihre Experten in Düsseldorf
Eine Versorgung mit Table Tops erfordert viel Erfahrung, ein genaues Verständnis für funktionelle Zusammenhänge und eine sorgfältige Abstimmung zwischen Zahnmedizin und Zahntechnik. Denn schon kleine Veränderungen der Kauflächen können beeinflussen, wie Ober- und Unterkiefer im Alltag zusammenspielen.
Wir vom zahnmedizinischen Versorgungszentrum Dr. Zurmühl und Kollegen in Düsseldorf sind auf komplexe funktionelle und ästhetische Versorgungen spezialisiert. Dank unserer langjährigen Erfahrung planen und realisieren wir hochwertige Keramikrestaurationen mit großer Sorgfalt. Unser Ziel sind stabile Ergebnisse, die funktionell überzeugen und natürlich wirken.
Wenn Sie abgenutzte Zähne aufbauen lassen möchten, beraten wir Sie gerne persönlich zu den Möglichkeiten prüfen, welche Versorgung zu Ihrer Bisssituation passt.
Vereinbaren Sie gerne einen Termin!
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